Nachruf Hans Erni
Mit Hans Erni verliert nicht nur seine Familie einen tollen Menschen, auch der VKC Eppelheim trauert um Hans Erni der in 467 Bundesligaspielen, darunter 132 Spiele in der Vereinsbundesliga, auf der Bahnanlage stand.
Bis 1979 spielte Hans für den jetzigen Hallennachbarn Frei Holz Eppelheim und seit dem für den VKC. In seinen unzähligen Jahren als Spitzensportler heimste Hans ein paar Titel ein, darunter auch den letzten VKC-Clubmeistertitel aus der Spielzeit 1997\1998, wonach die Mannschaft den Weltpokal ergattern konnte. Zu seinem Lebenswerk im Kegeln gehören die zwei Vizeeuropapokalsiege in Plankstatdt und Hunedoara, die fünf internationalen Partien verbunden mit der Teilnahme an der WM 1984 in Ljubljana, die sechs deutschen Meistertitel mit der Mannschaft, der deutsche Meistertitel 1985 im Einzel in Villingen-Schwenningen, die Berufung in die Landesauswahl Baden, die drei Pokalsiege mit dem KVE, der DKB Pokalsieg 1987 in Sindelfingen, der Sieg beim Großen Preis von Val de Moder 1987 in Frankreich und ebenso wie die Betreuung junger talentierter Spieler im Nachwuchs des VKC.
Ein Jeder wird sicherlich seine persönliche Anekdote (Geschichte!?) zu Hans haben. Ich erinnere mich besonders gut an zwei Begebenheiten. Bei der Ersten kann ich mich noch gut an ein Badenligaspiel in Nussloch erinnern, als es heiß her ging war Hans mitten drin im Geschehen. Asphalt soll unsere Kegelikone spielen, meinte der Schiri und gab ihm die gelbe Karte. Hans war sichtlich emotional: „Das soll Asphalt gewesen sein?“ Nahm sich eine Kugel und legte sie raus auf den besagten Asphalt, die Kugel hat noch nicht eingeschlagen und Hans drehte sich zum Schiri um: "Und jetzt gibst du mir die Gelb Rote Karte?". Der Schiri tat es nicht und fortan war im Spiel Ruhe. Ob wir gewonnen haben weiß ich nicht mehr, doch darum geht es ja nicht. Die Zweite ist noch nicht lange her. Mittwochs im Training gratulierte er mir in einem Satz zu meiner letzten Heimspielleistung und machte gleichzeitig meine Auswärtsschwäche zum Thema, mit dem Ziel meinen Ehrgeiz zu packen und weiter zu arbeiten. Es hatte funktioniert und ich machte mir sogleich Gedanken, was Auswärts alles anders ist als daheim, wo ich optimieren kann. So war er unser Hans, seine Betreuung war stets gegeben, kurz, prägnant, fragwürdig, diskutierbar doch immer treffend. Auch nach kurzem innerlichen Aufbäumen gegen seinen Kommentar, musste jeder von uns nach einer Weile erkennen: "Er hat recht gehabt, wenn ich es so mache wird es besser." Mir jedenfalls hat es genutzt und es wird was fehlen........
In tiefer Trauer und dem verbunden Mitgefühl mit Martina Erni und seinen Kindern erweisen wir am Donnerstag ab 13:00 Uhr auf dem Friedhof in Eppelheim unserem Sportkamerad die letzte Ehre.
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